Die Geschichte der Astrologie

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Die Geschichte der Astrologie

Beitrag von Tinkabella am Fr Jun 18, 2010 7:44 pm

Astrologie und Astronomie waren in ihren Anfängen eng miteinander verknüpft.
Die Astrologie beschäftigte sich mit der systematischen Beobachtung der Gestirne, die Astrologie mit der Deutung des beobachteten Geschehens.

3000 v.Chr.: in Sumer und Ägypten finden astronomische Beobachtungen statt.
2000 v.Chr.: die Sumerer errichten Zikkurat (Stufentempel), deren Stockwerke die sieben Gestirne Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn symbolisieren.
650 v.Chr.: König Assurbanipal lässt in Ninive eine grosse Tontafelbibliothek anlegen, die Angaben über Astrologie enthält.
539 v.Chr.: Babylon wird erobert, Persien wird Weltreich. Die Astrologie gelangt nach Persien.
400 v.Chr.: Astrologie verbreitet sich in Indien und führt zur Siebentagewoche, analog zu den sieben Hauptgestirnen.
305 v.Chr.: Astrologie verbreitet sich in Griechenland, verknüpft sich mit der Lehre von den vier Urelementen (Erde, Feuer, Wasser, Luft) und findet Eingang in der Medizin. Unter hellenistischem Einfluss kommt die Astrologie in Ägypten zu neuer Blüte.
150 v.Chr.: in Griechenland entsteht das Nechepo-Petosiris als Grundlagenwerk. Individuelle Horoskope werden erstellt.
ab ca. 27 v.Chr.: über Griechenland kam die Astrologie nach Rom, wo sie besonders in der Kaiserzeit grossen Einfluss erlangte.
Kaiser Augustus liess sein Sternzeichen, den Capricorn (Steinbock) auf Münzen abbilden. Andere Kaiser waren selbst in der Astrologie bewandert oder beschäftigten Hofastrologen.


10: Manilus von Rom verfasst das Astronomicum libri
~170: Ptolemäus verfasst das Tetrabiblios. Es beruht noch auf geozentrischen Grundlagen, seine Prinzipien finden bis heute Berücksichtigung

Das frühe Christentum entwickelt der Astrologie gegenüber ein zwiespältiges Verhältnis.
Einerseits wurde die Geburt Christi astrologisch angekündigt, andererseits widerspricht nach Auffassung vieler Kirchenlehrer die Einflussnahme der Sterne auf das Schicksal der Verantwortlichkeit, die jeder einzelne Mensch für seine durch den freien Willen bestimmten Handlungen gegenüber Gott übernehmen muss.
Der Ablehnung durch die christliche Kirche der damaligen Zeit liegt auch die Befürchtung zugrunde, in das noch nicht gefestigte Christentum könnten (wieder) heidnische Anschauungen Eingang finden.

8.-11. Jhd.: die Astrologie erlebt eine Blüte in der arabischen Welt.
~1165: an der Universität Byzanz wird ein Lehrstuhl für Astrologie eingerichtet. Es entwickelt sich die Einteilung in zwölf Häuser oder Felder, die auch heute noch üblich ist.
13. Jhd.: über Ägypten und Arabien verbreitet sich die Astrologie in Europa, ihr Blütezeit fand sie hier zwischen 1450 und 1650.
An Universitäten wurden Vorlesungen gehalten, weltliche und kirchliche Oberhäupter erkannten die Astrologie an und benutzten sie.
1514: Kopernikus entwickelt ein heliozentrisches Weltbild; mit seiner Durchsetzung und der Entdeckung des Fernrohrs begann die Trennung von Astronomie und Astrologie.
Gegen Ende des 17. Jhd. begann die Astrologie an Bedeutung zu verlieren, mit der Aufklärung fand sie ihren Niedergang.
20. Jhd.: Das Interesse an Astrologie nimmt wieder zu.
Mit dem zunehmenden Interese an Esoterik in den 70er unsd 80er Jahren erlebt sie einen neuen Aufschwung.

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